Rette sich, wer kann!

Kann man in Deutschland noch mit ruhigen Gewissen mit seiner Familie leben? Das muss man sich angesichts der jüngsten dilettantischen Politik in diesem Lande fragen:

Die Bundeskanzlerin entscheidet unter dem Eindruck der jüngsten Ereignisse in Japan sieben Atomkraftwerke abzuschalten, die Jahrzehntelang klaglos ihren Dienste versehen haben. Und die Folgen? Da Atomkraft eine Brückentechnologie ist, dürfen Familien demnächst wieder tiefer in die Taschen greifen, um den knapper werdenden Strom zu bezahlen.

Die Bürgschaften für den sogenannten Rettungsschirm werden erhöht, für Deutschland bedeutet das eine Verdoppelung der finanziellen Verpflichtungen auf 250 Milliarden Euro (1), eine weitere Belastung, die im Ernstfall unsere Kinder „erben“ und durch noch höhere Steuern als ohnehn schon gezahlt werden abtragen dürfen.

Neuer Kraftstoff wird an den Tankstellen angeboten und keiner hat es für nötig befunden, den Bürger darüber zu informieren. Wer steht dafür gerade, wenn die Familienkutsche trotz gegenteiliger Bekundung der Hersteller doch früher den Geist aufgibt, weil der neue Kraftstoff getankt wird?

Jeder, der in diesem Land Kinder erzieht, sollte zumindest seinen Kindern anraten, nach der Schule dieses Land zu verlassen und in Steuerparadiese wie zum Beispiel Kanada auzuwandern. Dort bleibt den Menschen mehr Geld in Ihren Taschen als hierzulande. Denn unberechenbare Politiker sind das Letzte, was Familien, die langfristig planen müssen, gebrauchen können.

Quelle
(1) Der Moloch in der Krise, von Günther Deschner in Junge Freiheit

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Über Wolf Michael

Interested in politics, especially everything, that covers the situation of families in Germany.
Dieser Beitrag wurde unter CDU, Junge Freiheit, Kanada, Steuern veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

10 Antworten zu Rette sich, wer kann!

  1. Morgenländer schreibt:

    „Unberechenbare Politiker sind das Letzte, was Familien, die langfristig planen müssen, gebrauchen können.“

    Das sehe ich auch so. Was allerdings die Entscheidung der Regierung angeht, die Verlängerung der AKW-Laufzeiten auszusetzen, halte ich dies für klug. Und zwar einfach deshalb, weil wir nichts weniger brauchen können als eine Neuauflage der Anti-Atom-Bewegung der späten siebziger / frühen achtziger Jahre.

    Viele Grüße
    Morgenländer

    • Wolf Michael schreibt:

      Wäre diese Begründung ausreichend? Ich sehe das Problem eher in einer vernünftigen Öffentlichkeitsarbeit: Warum wurden die Laufzeiten verlängert? Doch wohl deswegen, weil in dem vorher gesteckten Zeitrahmen nach Einschätzung „der“ Experten (?) eine Absetzung der „Brückentechnologie“ den Energiebedarf nicht deckt, ohne eine weitere Teuerungswelle für Energieträger auf die gebeutelten deutschen Steuerzahler mit Familien als Hauptleittragende zurollen zu lassen.

      • Morgenländer schreibt:

        Mit der Öffentlichkeitsarbeit ist das angesichts der deutschen Medienlandlandschaft so eine Sache: sogar die FAZ hat letzte Woche „das Ende des Atomzeitalters“ eingeläutet, von Sensationsblättchen wie dem Spiegel mal ganz zu schweigen. Hier kommt vieles zusammen: Technikfeindlichkeit, habitueller Antikapitalismus und bei den Medien der Wunsch, mit Angst Auflage zu machen.

        Angesichts dieser Situation finde ich es klug, die Debatte dadurch zu entschärfen, dass man eine erneute Prüfung der Sicherheitsstandards und ggf. eine dauerhafte Abschaltung der ältesten Meiler ankündigt.

        In drei Monaten wird dann hoffentlich wieder etwas Vernunft eingekehrt sein.

        Viele Grüße
        Morgenländer

      • Wolf Michael schreibt:

        Bin schon gespannt, welche Sau dann durch das Dorf gejagt wird.
        Schöne Grüße an die Kollegen Balthasar und Melchior 😉

      • Dirk schreibt:

        Warum wurden die Laufzeiten verlängert? fragen Sie.

        Weil Atomkraftwerke trotz der seit Jahrzehnten bekannten und immer wieder eingetretenen Gefahren eine sehr lukrative Einkommensquelle für durch gute Lobbyarbeit vertretene Branchen sind.

        Wäre ich ausschließlich profitorientiert, würde ich auch ein Atomkraftwerk betreiben: Fette Subventionen für den Bau, billig erzeugter Strom, steuerfreie Rücklagen für den Abriß, und um die Müllbeseitigung muss ich mich auch nicht kümmern. Bezahlt alles der Staat.

        Wenn das mal so wäre, wenn ich Kinder kriege…

        Traurig ist nicht Merkels Wankelmut jetzt, sondern die erwiesene Verantwortungslosigkeit von Generationen von Politikern, die uns und unseren Kindern diese Sch…wierigkeiten erst eingebrockt haben. Und dass der nun fast zwangsläufige Ausstieg nicht aus Einsicht kommt, sondern aus bloßer Angst um die Macht.

      • Wolf Michael schreibt:

        Ich bin eher geneigt, Experten wie diesem hier zu vertrauen, die Atomkraft als einzig vernünftige und „grüne“ Energiequelle befürworten, statt dem emotionsgeladenen „Dagegen“-Volk auf der Strasse zu folgen: http://harte-zeit.de/2011/03/23/deutschland-muss-atomkraftwerke-bauen/.

      • Dirk schreibt:

        angesichts solcher Meldungen wie hier sollten Sie mit dieser Ansicht aber ziemlich allein dastehen.
        http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,753431,00.html

        Zu der rein faktischen Lage, dass Störfälle eben nicht selten, sondern eher häufig sind, kommt noch das lobbytypische Mauern und die Unglaubwürdigkeit der Entscheider und der Betreiber…

      • Wolf Michael schreibt:

        Ich gebe Ihnen recht, nachdem ich den Artikel gelesen habe (Herzlichen Dank für den Link) insofern, dass die Verantwortlichen sich in ihrer Kommunikationsstrategie nicht gerade mit Ruhm bekleckert haben, und das gilt für die japanischen ebenso wie für die deutschen Verantwortlichen. Nur: kann es dann eine Lösung sein alle Atomkraftwerke sofort abzuschalten, wie es jetzt auf der Strasse gefordert wird? Ich meine: Nein.

      • Dirk schreibt:

        Es ist ja nicht nur die Kommunikation jetzt in der Krise. Machen die es besser, solange noch nicht alles brennt?

        „Sofort abschalten“ schafft uns weder ad hoc das Gefährdungspotential vom Hals, noch löst es die Endlagerfrage. Man hätte das in den 60ern gar nicht anfangen sollen. Aber jetzt? Nein, „hirnlos überstürzt“ ist jetzt auch keine Option. Wohl aber ein geordneter und zügiger Ausstieg und derweil das Nachholen der inzwischen versäumten Hausaufgaben zum Thema Altlasten und Alternativen.

        Ich hoffe, dass Herr Kretschmann der Richtige ist, um hier auch bundesweit und darüner hinaus wohlbedachte Impulse zu setzen. Und ich wünsche ihm Erfolg, denn unser Erbe für nächste Generation ist schon übel genug.

  2. Morgenländer schreibt:

    Die Grüße richte ich gern aus; grüßen Sie das Rotkäppchen von mir 😉

    Viele Grüße
    Morgenländer

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