Was kosten Kinder?

Kinder kosten was, schon allein die „Leistungen“ des Staates für Kindergärten, Schulen und höhere Lehranstalten müssen ja irgendwo herkommen, so bemerkte es wessnet vor einem Monat in einem Kommentar zu „Fachkräfte rekrutieren für das Altenheim Deutschland“.

Es ist berechtigt, nach den Kosten für Infrastruktur zu fragen, um Kinder zu erziehen und sie in diese Gesellschaft hineinwachsen zu lassen. Nach Berechnungen des Familiennetzwerkes (3) kann bei einer Familie mit 2 Kindern mit durchschnittlichem Einkommen eine steuerliche Entlastung in Höhe von etwa zusätzlich 50 Prozent des Bruttoeinkommens stattfinden, bevor ein Nettotransfer zugunsten der Familie stattfindet. Würden die Forderungen des Familiennetzwerkes nach einer fairen steuerlichen Belastung umgesetzt, dann würde diese Modellfamilie zusätzlich über 500 Euro monatlich verfügen.

Die Frage ist aber falsch gestellt, oder sagen wir einmal, man kann die Frage auch anders stellen: „Was kosten KEINE Kinder?“ Was würde es kosten, wollte man das von der gegenwärtigen Politik verfolgte Ziel, Eltern in die Doppelerwerbstätigkeit mit Fremdbetreuung im „Optimalfall“ nach der Entbindung, so weiter laufen lassen? Diese Frage können wir, den Schweden sei Dank, jetzt schon beantworten. Jan-Olaf Gustafsson schildert in einem Erfahrungsbericht (1), wie es Schweden fünfzig Jahre nach Einführung dieses Weges jetzt geht. Als Schlaglichter seien genannt:

1) Die Selbstmordrate von Kindern: 100 Kinder pro Jahr nehmen sich in Schweden das Leben, bei einer Bevölkerung von 8 Millionen Schweden würde das einer Selbstmordrate von 1000 Kindern pro Jahr in Deutschland entsprechen, würde Deutschland diesen Weg weiter beschreiten.
2) Psychische Störungen: Ein Drittel der schwedischen Kinder gelten als psychisch gestört (2). Welche Kosten nicht nur monetärer Natur hieraus für die Allgemeinheit entstehen, kann man nur erahnen.
3) Mütter werden in ihrer Rolle als Hausfrau gering geschätzt, ja sogar von den Politikern als „Prostituierte“ bezeichnet (1). Davon sind wir in Deutschland nicht mehr weit entfernt. Einige Kostproben? Ex-„Familien“ministerin von der Leyen unterstellt Eltern, sie würden ihr Geld lieber in größere Flachbildschirme als in ihre Kinder investieren, ein SPD-Kollege mutmaßt, die Eltern würden das Geld lieber „versaufen“. Grünen-Politikerin Roth bezeichnet prominente Kritiker an der gegenwärtigen Familienpolitik wie den Ex-Bischof Mixa als „durchgeknallten Oberfundi“.

An dem gegenwärtig von allen etablierten Parteien eingeschlagenen Kurs wird sich nichts ändern, solange Familien sich nicht wehren.

Quellen
(1) Initiative: Hausfrauen als Prostituierte beschimpft.
(2) kath-info.de: Bischof Mixa als durchgeknallter Oberfundi tituliert.
(3) Familie ist Zukunft: Familienrechner.

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Über Wolf Michael

Interested in politics, especially everything, that covers the situation of families in Germany.
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