Christlich gleich familienfeindlich?

In letzter Zeit haben einige christlich wertkonservative Politiker durch den Rückzug aus der aktiven Politik von sich reden gemacht, darunter Roland Koch. Nach seiner Einschätzung zu dem Sinn konservativer Politik in der Gegenwart in einem der Zeitschrift Focus gegebenem Interview befragt, versäumte er es nicht, seine christliche Motivation für die Durchsetzung seiner Politik zur Geltung kommen zu lassen. Letztendlich spiegelt sich die Rückbesinnung auf ein christliches Wertefundament auch in der Namensgebung „seiner“ Partei wieder. Wie weit ist es nun her mit der christlichen Wertorientierung der CDU/CSU? Eine Retrospektive:

1/ Durch die „Gesundheitsreform“ zusammen mit dem Juniorpartner FDP umgesetzt werden Familien mit weiter steigenden Beiträgen belastet, Pharmakonzerne indes dürfen sich freuen, weil von Krankenkassen ausgehandelte Rabattverträge wieder rückabgewickelt werden, zulasten der Versicherten;
2/ Familien, die nur Radio angemeldet haben, um der Verdummung ihrer Kinder vorzubeugen, müssen durch die Umstellung auf eine Haushaltsabgabe eine Verdreifachung der Rundfunkgebühren hinnehmen, die Intendanten und Stars der Rundfunk-„Anstalten“ dürfen sich freuen, ihre Pfründe gesichert zu sehen und können mit weiteren Gehaltssteigerungen zulasten der Gebührenzahler rechnen;
3/ Familien, die unter den Ökoabgaben zugunsten regenerativer Energieträger überproportional zu leiden haben, müssen ab 2011 noch höhere Preise für Strom zahlen, weil die Energiekonzerne die ihnen aufgebürdeten finanziellen Lasten für die Verlängerung der KKW-Laufzeiten an die Kunden weitergeben;
4/ Familien müssen demnächst höhere Mieten zahlen, weil Frau Merkel es großzügigerweise den Vermietern gestattet, Sanierungskosten auf die Mieter abzuwälzen;
5/ Familien, die es vorziehen, ihre Kinder zuhause zu erziehen, werden zur Finanzierung an Krippenplätze herangezogen, statt ihnen wie zum Beispiel in Schweden, die staatlichen Aufwendungen für einen Krippenplatz bei Nichtinanspruchnahme auszuzahlen;
6/ Ex-„Familienministerin“ von der Leyen unterstellt Familien, sie würden ihr Geld lieber in größere Flachbildschirme, als in ihre Kinder investieren;
7/ Die Noch-„Familienministerin“ bastelt an Plänen, Familien, die aufgrund des Steuerumbaus in die Doppelerwerbstätigkeit gedrängt werden, noch zusätzlich zu der sich daraus ergebenden staatlich forcierten Vernachlässigung der Kinder ihre Eltern zu pflegen.

Die hier aufgezählten von der CDU und CSU als erfolgreiche Politik verkauften Punkte sind sicher nicht vollständig, aber erfolgreich sind sie insofern, dass seit Jahrzehnten als Wirkung eine rückläufige Geburtenentwicklung beobachtet werden kann. Mit anderen Worten: Wer dumm ist, der bekommt Kinder. Und da die hierfür mitverantwortlichen Politiker in ihrem Parteinamen das „C“ mitführen, darf die Überschrift dieses Blogeintrags von dem Leser gerne in ein Ausrufungszeichen umgewandelt werden.

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Über Wolf Michael

Interested in politics, especially everything, that covers the situation of families in Germany.
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